Teigwaren

aus kontrolliert biologischem Anbau


Der Gesetzgeber definiert Teigwaren wie folgt:
Die rot markierten Textstellen sehe ich als Richtlinie an, die nicht notwendige Zutaten erlauben.
 
1. Teigwaren im Sinne dieser Leitsätze sind beliebig geformte Erzeugnisse, die aus Getreidemahlerzeugnissen mit oder ohne Verwendung von Hühnereiern und/oder anderen Zutaten durch Einteigen, Formen und Trocknen ohne Anwendung eines Gärungs- oder Backverfahrens hergestellt werden. Sie werden zuweilen vor dem Trocknen mit heißem Wasser oder Wasserdampf behandelt.
Dazu gehören auch Instant-Teigwaren, ausgenommen fritierte Erzeugnisse.
2. Frische Teigwaren (Frischteigwaren und Nudelteig) sind Teigwaren, die bei der Herstellung nicht getrocknet oder lediglich
angetrocknet werden. Sie werden zuweilen mit heißem Wasser oder mit Wasserdampfbehandelt, auch pasteurisiert und gekühlt oder tiefgeforen.
3. Ei
a) Vollei im Sinne dieser Leitsätze ist die aus dem Inhalt frisch aufgeschlagener Hühnereier gewonnene Eimasse oder handels übliches pasteurisiertes Vollei mit einem Trockenmassegehalt von mindestens 23 Prozent. Vollei wird auch in getrockneter Form verwendet.
b) Eigelb im Sinne dieser Leitsätze ist das aus dem Inhalt frisch aufgeschlagener Hühnereier abgetrennte Eigelb oder handelsübliches pasteurisiertes Eigelb mit einem Trockenmassegehalt von mindestens 48 Prozent. Eigelb wird auch in getrockneter Form verwendet.
4. Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht.
 
B. Beschaffenheitsmerkmale
1. Der Wassergehalt (Feuchte), ausgenommen  bei frischen Teigwaren (Frischteigwaren und Nudelteig), beträgt höchstens 13 Prozent.
2. Der Gehalt an Speisesalz (Natriumchlorid) beträgt höchstens 1 Prozent.
3. Als Zutaten werden üblicherweise verwendet:
a) Getreidemahlerzeugnisse aus Hartweizen, Weichweizen, Dinkel, Roggen,
b) Mahlerzeugnisse aus Buchweizen, Gerste, Hafer, Hirse, Mais, Reis, Triticale fürMehrkorn-Teigwaren,
c) Speisesalz, jodiertes Speisesalz, Meersalz,
d) Vollei, Eigelb, Eiklar, auch tiefgefroren oder getrocknet,
e) Milch, Milchpulver jeweils in verschiedenen Fettgehaltsstufen,
f) Gemüse, Kräuter, Pilze in geeigneter Zubereitung (z.B. Mark, Saft, Pulver,Konzentrat) sowie Gewürze,
g) färbende Lebensmittel,
h) Weizengluten,
i) Milcheiweißerzeugnisse,
j) Sojaerzeugnisse,
k) Trinkwasser.
 
C. Bezeichnung und Aufmachung
Für Erzeugnisse, die mindestens den folgenden Beurteilungsmerkmalen entsprechen, sind die kursiv gedruckten Verkehrsbezeichnungen üblich.Teigwaren, die nicht mindestens den verkehrsüblichen Eigehalt aufweisen, werden alsTeigwaren, Nudeln oder Pasta, auch in Wortverbindungen (z.B.Bandnudeln) oder je nach Form, z.B. als Spätzle, Makkaroni, Spaghetti, bezeichnet; gleiches gilt für Nudelteig. Bei frischen Teigwaren wird das Wort „frisch“ in die Verkehrsbezeichnung einbezogen. Bei Teigwaren und frischen Teigwaren, die mindestens den verkehrsüblichen Eigehalt aufweisen, wird in der Verkehrsbezeichnung das Wort „Eier“ vorangestellt.
Bei Teigwaren und frischen Teigwaren mit besonderen Zutaten (z.B. Gemüse, Spinat), die den Charakter des Erzeugnisses bestimmen, werden diese als Bestandteil der Verkehrsbezeichnung aufgeführt.
Wenn auf „Frischei“ hingewiesen wird, werden ausschließlich Hühnereier mit Merkmalen der Güteklasse A verwendet, die im Herstellerbetrieb aufgeschlagen und in frischem Zustand verarbeitet worden sind.
Die Bezeichnung „Frischei“ kann auch für Vollei aus Hühnereiern mit Merkmalen der Güteklasse A aus nach der Eiprodukte-Verordnung*) zugelassenen Betrieben verwendet werden, wenn die Eiprodukte dort durch Pasteurisierung vorbehandelt, bei Temperaturen von höchstens 4°C entsprechend der Eiprodukte-Verordnung gelagert und befördert, innerhalb von 24 Stunden an die Teigwarenhersteller geliefert und dort kurzfristig verarbeitet werden.