Die neuen Honig-Leitsätze

Der Gesetzgeber kennt zwei Rechtsgrundlagen für Honig: die Honigverordnung (HonigVO) und die Hongleitsätze. Mit der Überarbeitung der Honigleitsätze im vergangenen Jahr haben sich Änderungen in der Deklaration von Honigen ergeben. Diese sind im Detail:

 -  Angabe des Mischungsverhälnisses bei Mischhonigen. z.B. Akazie-Linde 50% Akazienhongi 50 % Lindenhonig

 -  Festlegung von neuen freiwilligen Qualitätsstufen:

 

Stufe 0 Mindestqualität: keine Bezeichnung geregelt in der Honigverordnung

Trägt ein Honig die Qualitätsbegriffe Auslese oder Premium nicht, so müssen wenigstens die weniger strengen gesetztlichen Mindeststandards der Honigverordnung eingehalten werden.

(HMF 40) (EA 8) (Wasser 20)

Stufe 1 Hohe Qualität: Bezeichnung Auslese

Fazit: Die neue Qualitätsstufe 1 Auslese ist für HMF genauso streng wie die alten neuform-Qualitätsrichtlinien, bei der Enzymaktivität geringfügig schwächer.

(HMF 15) (EA 60) (Wasser 18)

Stufe 2 Höchste Stufe: Bezeichnung wie z.B. Premium, Feinste Auslese,...

Wird ein Honig mit der Bezeichnung Auslese oder Premium ausgelobt, so muss er strenge Qualitäts-Richtwerte bei Hydroxymethylfurfural, Enzymaktivität und Wassergehalt. Waenthalten.

Fazit: Die neue Qualitätsstufe 2 Premium ist strenger als die bisherigen neuform-Richtlinien, Beide neuen Qualitätsstufen sind strenger als die Anforderungen der Honigverordnung und strenger als die Anforderungen an die Aussage galtgeschleudert in den alten Honigleitsätzen.

(HMF 10) (EA 85) (Wasser 18)

 

Erläuterung:

HMF

(in mg/kg) Hydroxymethylfurfural (HMF) entseteht bei der Erhitzung von Zuckern, z.B. bei der Abfüllung oder Lagerung. Je weniger HMF im Honig nachgewiesen wird, desto weniger wurde er erhitzt und desto besser ist seine Qualität.

Enzymaktivität:

Je höher die Invertase- oder Diastase-  Kennzahl ist, desto geringer war die Hitzebehandlung des Honigs.

Wassergehalt:

Ein Wassergehalt von 20 % oder weniger garantiert mikrobiologische Stabilität und lange Haltbarkeit.

Honig

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Als Besonderheit bieten wir Ihnen regionale Honige an. Imker, die ich persönlich kenne, geben uns von Ihren knappen Resourcen Honig ab. Diese Imker haben Ihre Bienenstöcke in Eschweiler (Südstraße), Schevenhütte (Richtung Staumauer) und in Monschau stehen. Sie arbeiten alle nach den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes.

Weiter führen wir natürlich die Bio-Honige der Firma Allos. Diese Honige werden nach den Richtlinien der EU-Bio-Verordnung gewonnen.

Die wichtigsten Honig-Richtlinien der EU-Bio-Verordnung im Überblick:

  • Bienenkisten nur aus natürlichen Materialien (Holz, Lehm, Stroh)
  • Anstriche der Bienenkisten nur von außen und mit schadstofffreien Farben
  • Winterfutter (wenn nötig) 100% aus ökologischer Erzeugung
  • Kein Einsatz von synthetischen Chemikalien bei Honigernte
  • Kein Einsatz von synthetischen Chemikalien bei Krankheiten
  • Kein Einsatz von synthetischen Chemikalien zur Desinfektion
  • Nur Verwendung von Bienenwachs aus der eigenen oder anderen anerkannten Bio-Imkereien
  • Kein Beschneiden der Flüger der Bienenkönigin

Dann führen wir noch Honige der Firma NOOK, die ebenfalls keine wärmegeschädigten Honige anbietet und seit Jahrzehnten Reformhäuser beliefert.

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -

Warenkunde: Demeter Honig

Aus dem Zusammenwirken von Bienen und Pflanzen entsteht ein vollkommenes Lebens- und Heilmittel

Honigbienen sind neben anderen Insekten unerlässlich zur Befruchtung vieler Wild- und - es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Kulturpflanzen. Deshalb sind die Bienen für die Natur und letztlich für das Überleben des Menschen unerlässlich. Demeter-Imkern geht es um eine wesensgemäße Bienenhaltung. Nicht die Maximierung des Honigertrags steht im Vordergrund, sondern das Wohlbefinden der Bienen – aus Achtung vor dem Leben. Aus dem Zusammenwirken von Bienen und Pflanzen entsteht so ein vollkommenes Lebens- und Heilmittel – der Honig. Wir bieten auch Demeter-Honig von Günter Friedmann aus Steinheim-Küpfendorf an. Bereits 1995 einigten sich die Demeter-Imker auf die entsprechenden Richtlinien: Bienenkästen bestehen demnach nur aus natürlichen Materialien, Naturwaben sind vorgeschrieben. Die Vermehrung erfolgt aus Schwarmtrieb und das - es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Flügelbeschneiden ist verboten. Als Standorte für die Bienenvölker werden biologisch-dynamisch bewirtschaftete Flächen mit reichhaltiger Blütenvielfalt bevorzugt. Künstliche Königinnenzucht und instrumentelle Besamungen - es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -werden nicht angewandt. Die Einwinterung auf Honig wird angestrebt, Zuckerzusatz ist bei den Demeter-Imkern tabu. Sie setzen als Heilmittel bevorzugt genau die Stoffe ein, die auch natürlicher Bestandteil des Honigs sind. Selbstverständlich wird Demeter-Honig nicht über 35°C. erwärmt. Er muss vor dem Festwerden abgefüllt werden. So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe und feinen Aromen optimal erhalten und es entsteht die besondere Qualität, die man schmecken kann: Demeter-Honig. Genussvoll und wohltuend für Körper, Seele und Geist.

Pluspunkte die Demeter-Honig von EG-Bio-Honig unterscheiden:

  • Wesensgemäße Bienenhaltung
  • Einsatz von Heilmitteln, die auch natürlicher Bestandteil des Honigs sind
  • Schonende Honigbehandlung
  • Wertvolle Inhaltsstoffe und fein-aromatischer Geschmack
  • Gebrauch von Naturwaben
  • Vermehrung erfolgt aus Schwarmtrieb
  • Das Flügelbeschneiden der Bienen ist verboten
  • Bevorzugte Standorte der Bienenkörbe sind biologisch-dynamisch bewirtschaftete Flächen

Pressemeldung (Auszüge) vom 07.09.2011

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Auffassung des mit Unterstützung des Bündnisses klagenden Imker bestätigt. Selbst geringste Spuren von Material aus gentechnisch veränderten Organismen in Honig führen dazu, dass er dem europäischen Gentechnikrecht unterliegt und ohne Sonderzulassung und Sicherheitsprüfung nicht in den Verkehr gebracht werden darf. Damit steht nun fest, dass die Imker Anspruch auf Entschädigung haben, wenn ihr Honig Spuren von Gentechnik enthält. Eine erneute Zulassung der Genmaissorte MON 810, um die sich der Hersteller Monsanto derzeit bemüht, dürfte damit in weite Ferne gerückt sein.

Mit diesem Urteil vom 6. September 2011 stellt sich der Europäische Gerichtshof klar auf die Seite der Verbraucher – und der Imker. Denn letztere können Schadensersatzforderungen stellen, da sie nun gezwungen sind ihre gesamte Honigernte zu vernichten, wenn sie Pollen von nicht als Lebensmittel zugelassenen gentechnisch veränderten Pflanzen enthält.]

Der Demeter e. V. gehört zu den allerersten Unterstützern des Bündnisses und der Klage, die jetzt ein bahnbrechendes Urteil hervorgebracht hat.