Seelenheilkunde - Psychotherapie

Loslassen – Ein wichtiger Schritt zur Gesundung

Wer hat noch nicht in schwierigen Situationen von Freunden den Ratschlag bekommen „Du musst loslassen“. Jeder akzeptiert und erkennt die Richtigkeit, aber jeder kennt auch das Problem das hinter diesem Ratschlag und hinter dem eventuellen Entschluß des Loslassens liegt.

Meistens sind es ja schmerzliche und krankmachende Erlebnisse und Situationen die wir aus der Vergangenheit mit uns herum schleppen. Dazu kommen dann noch unrealistische Erwartungen zukünftiger Ziele, die uns zu einem Handeln treibt, daß uns ebenfalls krank macht.

Beissen wir uns dann noch fest, wie ein Terrier, ist die Krankheit vorprogrammiert.

Wenn wir nicht loslassen – was kann passieren?

Durch das Verharren in Situationen, die unserer Gesundheit körperlich, seelisch und geistig schaden, versagen wir uns einen ersten Schritt auf die Lösung des Problems hin zu arbeiten.

Hier einige Beispiele in denen wir über das Maß des Innehaltens oft zu lange verharren und deshalb die Situation nicht bewältigen können:

  • Trauer um den verstorbenen Partner,

  • Verzweiflung, weil unser Partner uns verlassen hat,

  • Schuldgefühlen wegen eines Fehlers, den wir uns vorwerfen,

  • Gefühle des Verletzseins, die wir einem anderen vorwerfen,

  • Forderungen anderen gegenüber, die sich nicht ändern,

  • Hadern um nicht wahrgenommene Chancen,

  • Hadern, dass die Welt ungerecht ist,

  • Hadern wegen einer Erkrankung

  • Verhaltensmustern wie etwa, dass wir uns aufopfern, kleinmachen oder zu Suchtmitteln greifen.

  • unser Partner uns z.B. schlägt, missachtet oder tyrannisiert.

  • Am Arbeitsplatz, an dem wir unter- oder überfordert sind oder an dem wir einem Mobbing ausgesetzt sind.

  • schikanierenden Nachbarn.

Folgende Symptome und Folgen können sich durch ein Nicht-Loslassen-Könnens zeigen:

Chronische Anspannung oder seelische Beschwerden, Störungen der Merkfähigkeit oder Konzentrationsstörungen, Verleugnungen von krankmachendem Verhalten oder Gedanken, Panikattacken, Hass- und Wutgefühlen, Depressionen oder wenn man sich selbst ablehnt, können Zeichen eines Nicht-Loslassen-Könnens sein.

Loslassen – kann bedeuten

Das Akzeptieren von etwas ist, das unseren Wünschen oder Erwartungen widerspricht. Das können Ereignisse wie z.B. eine Kränkung, ein Fehler oder die Nichterfüllung eines Zieles sein.

Loslassen kann auch beinhalten, dass wir Abschied nehmen von großen Lebensplänen. Trennung, Tod, Krankheit, Älterwerden oder ein Unfall können uns zu einer Veränderung des bisherigen Lebens zwingen.

Loslassen kann aber auch bedeuten, dass wir uns aus einer uns schädigenden Situation befreien. Wir können zu der Entscheidung kommen, loszulassen - wenn wir z.B. feststellen, dass das bisherige Leben nicht (mehr) unsere Bedürfnisse befriedigt.

Was passiert beim Loslassen?

Loslassen können ist eine reine „Kopf-Sache“. Wenn wir loslassen, entscheiden wir uns, unseren Blick nach vorne zu richten. Sicherlich ist das Erkennen der Situation reine „Kopf-Sache“. Die Gefühle die sich aus dem Nicht-Los-Lassen zeigen und die Fragen die sich daraus ergeben, sind jedoch immer noch präsent.

Verzweiflung, Trauer, Kränkung, Angst, Wut oder Eifersucht galt bis jetzt die Aufmerksamkeit. Beim Befassen mit den belastenden Ereignissen zeigen immer noch diese negativen Gefühl. Verschiedene krankmachende Gedanken drängen sich immer wieder auf und machen uns unfähig aus aus dieser Situation zu befreien.

Woran erkennt man nun wann der Zeitpunkt gekommen ist, los zu lassen.

  • In der Bereitschaft die Vergangenheit zu aktzeptieren. Es gefällt zwar nicht, aber es ist eben passiert.

  • In der Bereitschaft und dem Bemühen die momentane Situation zu erkennen und nach einer Lösung zu suchen.

  • In der Bereitschaft und dem Vertrauen das es Lösungen gibt und man es schaffen wird diesen Weg zu gehen.

Was hilft los zu lassen?

Der Prozess des Loslassens beginnt mit der Erkenntnis daß das Loslassen nötig ist um das Problem zu lösen. Wenn man diesen Weg nicht geht, ist es so, als würden man gegen seinen eigenen Schatten kämpfen. Ein aussichtloser Kampf.

Um diesen aussichtlosen Kampf zu beenden helfen fogende Verhaltensweisen:

Die Aktzeptanz:

  • dass die Dinge nicht immer so laufen, wie man es gerne hätten

  • dass die Welt nicht immer gerecht ist.

  • dass Sie nicht immer alles richtig machen werden.

  • dass andere Menschen sich nicht immer so verhalten, wie Sie es sich wünschen.

Die Erkenntnis,

  • dass Loslassen weder gutheißen, noch kapitulieren bedeutet.

Das Bewusstsein,

  • dass Sie es verdient haben, dass es Ihnen gut geht.

Das Wissen,

  • dass Sie Ihre Gefühle beeinflussen und steuern können.

  • dass man Loslassen lernen kann und

  • dass man lernen kann wie macht man das

Das Bewusstsein,

  • dass Sie einen Einfluss auf Ihre Gefühle haben.

  • dass Sie Ihre Gefühle beeinflussen können, in dem Sie anders denken und sich verhalten.

Der Beginn des Loslassen beginnt mit dem Satz:

„Ich bin bereit, loszulassen".

Immer wenn Sie an das denken, was Sie loslassen möchten, unterbrechen Sie Ihre Gedanken mit einem STOPP!

Der obigen Satz wird es mit und mit leichter machen mit dem Problem fertig zu werden.

Eine Gewinn-Verlust-Rechnung zu machen kann helfen zu erkennen was man gewinnt wenn man los läßt oder was man verliert. Natürlich kann man auch erkennen was man verliert, wenn man nicht loslässt.

Die Beantwortung dieser Fragen kann die Entscheidung stärken loszulassen und kann anderseits zeigen mit welchen Ängsten und Befürchtungen man rechnen muß.

Sie einer Angst zu stellen und dann noch loszulassen ist auch eine schwerige Arbeit. Das Überprüfen ob die Angst realistisch, begründet oder übertrieben ist, könnte helfen auch diese Hürde zu bewältigen.

Andere Menschen, die diesen schwierigen Weg schon gegangen sind können Mut machen.

Zu beachten ist:

Auf dem Weg des Loslassens kann es zunächst so sein, dass man sich schlecht fühlen, denn man glaubt etwas zu verlieren das man unbedingt benötigt oder zu tun hat. Es entsteht eine Lücke und ein Ersatz ist noch nicht in Sicht.

Freiheit, Erleichterung, Energie, Lebensfreude und vorallem neuer Mut für die nächsten Schritte nach vorn, werden der Gewinn für das Durchhalten des Loslassens sein.

Wenn man dann den Weg gegangen ist, wird man vermutlich feststellen „Warum habe ich damit nicht schon viel früher begonnen“.

„So ist das Leben“


 


 

 

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