Sodbrennen - Hilfe zur Selbsthilfe


Mit der richtigen Ernährung lassen sich die Beschwerden bei leichtem Sodbrennen oft schon lindern – es gibt einige Dinge, die Sie selbst tun können! Generell hilft es, wenn Sie bei Ihrer Ernährung auf folgende Tipps achten:

  • Eine ausgewogene, fettarme Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Ballaststoffen ist jetzt besonders wichtig

  • Meiden Sie üppige Mahlzeiten: Ist der Magen vollständig gefüllt, entsteht Druck auf den unteren Schließmuskel der Speiseröhre und Magensäure kann in die Speiseröhre gelangen.

    • Essen Sie statt drei großer Mahlzeiten am Tag lieber vier bis sechs kleine Mahlzeiten.

    • Insbesondere abends sollten Sie nur eine kleine Mahlzeit zu sich zu nehmen. Achten Sie auf Ihre Organuhr. Die Verdauungsorgane reduzieren ab ca. 13:00 bis 15:00 Uhr ihre Leistungsfähigkeit.

    • Legen Sie sich nach den Mahlzeiten nicht direkt hin, damit die Magensäure nicht Richtung Speiseröhre fließen kann.

    • Zwischen Abendessen und Zubettgehen sollten ca. drei Stunden liegen.

  • Verzichten Sie auf fette Speisen, scharfe Gewürze, Zitrusfrüchte, Pfefferminze sowie Schokolade und andere Süßigkeiten – diese Lebensmittel können die Magensäureproduktion fördern. Problematisch sind manchmal auch Gurkensalat, grüne Paprika, rohe Zwiebeln, Kohlgemüse, Hülsenfrüchte oder frisches Brot.

  • Trotz aller Erfahrung mit verträglichen und unverträglichen Lebensmitteln gilt darüber hinaus, das Bekömmlichkeitsprinzip. Z.B. Was ein Mensch verträgt ist für den nächsten schon ein starkes Reizmittel.

  • Achten Sie darauf, was Sie trinken: Auch Getränke, die Koffein enthalten (z.B. Kaffee, schwarzer Tee, Colagetränke) sowie Pfefferminztee, Getränke mit Kohlensäure oder säurehaltige Säfte (z.B. Tomatensaft, Orangensaft) führen zu mehr Säure im Magen. Das Gleiche gilt für Alkohol. Manche Betroffene reagieren auch auf zu kalte oder zu heiße Getränke mit Sodbrennen.

  • Wie Alkohol ist Nikotin gleich doppelt ungünstig bei Sodbrennen, denn es fördert zum einen die Produktion von Magensäure und lässt zum anderen die Muskulatur des Mageneingangs erschlaffen.

  • Lindernd wirken bei vielen Betroffenen Hausmittel wie Haferflocken, eingeweichte Leinsamen oder Kamillentee.

  • Weitere Hilfsmittel sind: Heilerde ,Kieselerde ,Trinken (Wasser zum verdünnen der Magensäure)

Wissen Sie bereits, auf welche Lebensmittel Sie regelmäßig mit Sodbrennen reagieren, sollten Sie diese meiden. Wer dies noch herausfinden möchte, kann über einen Zeitraum von mehreren Wochen ein Sodbrennen-Tagebuch führen. Notieren Sie hier, wann das Sodbrennen auftritt und was Sie zuvor gegessen und getrunken haben. Halten Sie auch fest, wenn Sie vielleicht gerade viel Stress haben oder sehr in Eile waren. So lässt sich relativ rasch feststellen, ob das Sodbrennen immer nach bestimmten Nahrungsmitteln oder in bestimmten Situationen auftritt. Auf diese Weise können Sie Auslöser für das Sodbrennen erkennen und diese vermeiden.

Bei Übergewicht hilft es oft schon, dieses zu verringern, um Sodbrennen seltener auftreten zu lassen. Denn bei Übergewichtigen gelangt durch den verstärkten Druck auf den Magen häufig ein Teil des sauren Mageninhalts in die Speiseröhre.

Bei sehr häufigem Sodbrennen reichen reine Ernährungsmaßnahmen jedoch oft nicht aus. Hier ist eine Abklärung durch den Arzt zu empfehlen.


 

 

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