Weinprobe mit Freunden

Eine Weinprobe kann sich spontan ergeben, sobald man einige interessante Weine im Keller hat und Freunde zum Essen oder auch "nur" zum Besuch kommen. Von daher muss eine Verkostung nicht unbedingt sorgfältig durchorganisiert sein. Angenommen, bei einem Gespräch oder der Vorbereitung eines Essens fallen Ihnen einige Flaschen Wein im Keller ein, die Sie schon immer mal probieren wollten. Stecken Sie diese in eine Verhüllung und verkosten sie.

Andererseits kann man eine Weinprobe auch planen indem man sie z.B. unter ein bestimmtes Thema stellt (hierzu suchen Sie aus unseren Bio-Weinkatallog z.B 6 verschiedene Weine aus) die wir für Sie bestellen. Sie können diese Weine z.B. nach folgenden Gesichtspunkten auswählen

  • Weine der gleichen Rebsorte aus verschiedenen Weingütern und Genossenschaften

  • Weine der gleichen Rebsorte aus verschiedenen Anbaugebieten in Deutschland

  • Weine aus verschiedenen Ländern

  • Lieblingsweine: jeder Gast bringt seinen Lieblingswein mit

  • oder Schokolade und Wein

 

Planung einer Weinprobe:

  • Die optimale Personenzahl für eine Weinprobe liegt bei 4 bis 6 Personen. Eine Flasche (0,75l) reicht für ca. 10 Proben.

  • Für eine Weinprobe gilt: Kühlen Sie rechtzeitig Ihre Weine. Weiß-, Rose- und Schaumweine ca. 6 Stunden vor der Verkostung in die Kühlung.

  • Rotweine sollten zuvor geöffnet werden, da sie Ihr Bukett dann voll entfalten können. Rotweine also ca. 2 Stunden vor der Verkostung öffnen.

  • Halten Sie Notizzettel, Schreibstifte, Weingläser und Ausgussgefäße für die Teilnehmer bereit.

  • Verdecken Sie die Weine, die Sie ausschenken für eine Blindverkostung und vergessen Sie nicht, die Korken, sofern sie welche haben, vorher zu ziehen, da Sie oftmals ein Hinweis auf den Erzeuger geben.

  • Wenn Sie eine spontane Weinprobe gestalten ist das einhalten der folgenden Regeln nur bedingt möglich. Entweder Sie kennen die Weine oder Sie schätzen sie gefühlsmäßig ein – ansonsten einfach nicht daran halten.

  • Die herben Weine kommen vor den lieblichen oder süßen.

  • Die leichten vor den schweren.

  • Probieren Sie verschiedene Weinarten, beginnen Sie mit den weißen Weinen, gehen dann über zum Rosé und reichen zum Schluss die roten Weine.

  • Möchten Sie in einer Runde mehrere Weine nebeneinander probieren, benötigen Sie je nach Anzahl ( in der Regel 2 oder 3 Weine) pro Gast auch so viele Gläser.

  • Etwas Weißbrot oder neutrale Kräcker und stilles Wasser (pro Gast 1 Wasserglas) zwischen den Weinen neutralisiert. Nicht zuletzt sollten die Verkoster die Möglichkeit haben, nicht alle Weine schlucken zu müssen. Halten Sie genügend Ausgussgefäße bereit und leeren sie diese zwischendurch.

  • Und zum Abschluss gibt es immer einen frischen leichten Wein, bei dem man bleiben kann.


Bei einer geplanten Weinprobe können Sie ein Blatt für Verkostungsnotizen vorbereiten, ansonsten legen Sie leere Blätter und Stifte bereit, auf dem jeder Teilnehmer das festhalten darf, was er möchte.



Vorschlag für Verkostungsnotizen (ist auch vom Thema abhängig) als Tabelle:
 

Motto der Weinprobe :.....................................

Weinrunde                                    1         2          

Weine mit entsprechender Nr. …..1.....2.....3.....4.....usw

Auge:.................................................................................

Nase:.................................................................................

Mund:................................................................................

Abgang:............................................................................


Bewertung: Skala von 1-10:............................................

Tipp:..................................................................................

Name des Weines:............................................................

Jahrgang:.......................................

Herkunft:..........................................

Preis:...............................................


Aulösung:.......................................

Name des Weines:.............................................................

Jahrgang:........................................

Herkunft:.........................................

Preis:...............................................


Die Beurteilung von Wein ist eigentlich recht einfach. Am wichtigsten ist es zu entscheiden, ob man den Wein mag – alles andere ist zweitrangig. Alle Aroma- und Geschmacksaspekte eines Weins sollten miteinander harmonisieren.

Ermutigen sie alle, ihre Gedanken auf den Verkostungszetteln zu notieren.

Nun kann die Verkostung ganz entspannt beginnen.

Die Verkoster sollten sich einige Minuten mit jedem Wein beschäftigen, ihre Eindrücke notieren und gefühlsmäßig auf einer Skala von 1-10 einordnen. Danach kann man zwanglos über Geschmackseindrücke und Entdeckungen diskutieren., über das, was einem gefallen hat und was nicht und ob der Wein empfehlenswert ist.

Zum Schluss kann man die Punktebewertungen der einzelnen Weine, addieren und so eine Rangfolge ermitteln. Dann entfernt man die Flaschenhüllen, die Etiketten werden angesehen, welcher Wein am besten ankam und welcher weniger gut. Dies ist immer ein Moment der Überraschungen!

Vielleicht stellen Sie und Ihre Gäste fest, dass der Wein, der gewöhnlich bevorzugt wird, neben einer erstmals gekauften Flasche blass wirkt. Oder eine bisher wenig geschätzte Rebsorte stellt sich auf einmal als einer der Favoriten heraus. Das ist das Vergnügen bei einer Blindverkostung.

Zum Schluss verraten Sie noch den Preis (sofern noch bekannt) der einzelnen Weine.


Das Verkostungsritual:
1. Einschenken: Gießen Sie etwa 6 cl Wein in ein tulpenförmiges Glas mit einen Fassungsvermögen von 25 cl oder mehr. (So hat das Aroma des Weins genügend Raum zum Entfalten.)

2. Auge: Sehen Sie sich Farbe und Klarheit genau an: Der Wein sollte klar und leuchtend sein, nicht stumpf und wolkig.

3. Schwenken: Schwenke Sie das Glas ganz sacht, damit durch mehr Sauerstoff, noch mehr Aromen sich entfalten können.

4. Nase: Ziehen Sie den Duft ein. Wie riecht der Wein, (blumig, fruchtig, eher neutral). Das meiste, was wir zu schmecken glauben, riechen wir eigentlich. Dieser Schritt ist also sehr wichtig für die Weinbeurteilung.

5. Mund: Nehmen sie einen Schluck und bewegen Sie den Wein im Münd über die Zunge vor und zurück. So kommt der Wein an allen Geschmacksnerven vorbei und Sie können das ganze Aroma voll schmecken. Schlucken Sie etwas von - es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -dem Wein und achten Sie dabei auf den Geschmack. Wollen Sie mehrere Weine probieren, dann spucken sie den Rest in ein Gefäß. (sonst ermüdet der Gaumen zu schnell.)

Bei diesem Geschmackstest werden Sie auch immer wieder Menschen erleben, die den Wein „schlürfen“. Es sollte auch ohne Schlürfen funktionieren, aber probieren sie selbst, was Ihnen ganz persönlich zusagt.

Der Geschmack eines guten, ausgewogenen Weines sollte all das halten, was sein Bukett verspricht, sein Nachgeschmack eine angenehme, nachklingende Erfahrung sein.

6. Notieren: Machen Sie sich auf dem Verkostungszette Notizen zu Ihren Eindrücken. Wie würden Sie Geschmack beschreiben? Wie würden Sie diesen Wein jemand anderem empfehlen?

7. Neutralisieren: Reinigen Sie Ihren Gaumen für den nächsten Wein mit einem Schluck Wasser und einem Bissen Brot.


 

Und dann auf zum nächsten Wein.



 WICHTIGSTER TIPP:

Genießen Sie die Weinprobe. Nehmen Sie diese Tipps nicht zu ernst, sondern betrachten Sie sie als Inspiration.